Der um zwei Höfe mäandrierende Baukörper erstreckt sich als mittelbündige Anlage über zwei Etagen und ein Untergeschoss. Entlang der Erschliessungsachse entsteht eine abwechslungsreiche Abfolge von zusammenhängenden Räumen, welche visuelle Kontakte auf beide Seiten zulassen. Der größere, öffentlichere Hof dient als Hauptzugang zum Gebäude und als Pausenhof für die Sekundarstufe. Der kleinere, eingefriedete Hof ist für die Schüler der Grundschule gedacht und gestattet so die gewünschte Kohabitation zwischen den verschiedenen Altersgruppen.

Im Eingangsbereich erlauben mobile Unterteilungen eine flexible Nutzung der Begegnungszonen in Verbindung mit der Mensa und der Aula. Diese steht gleichsam mit der Bühne als Auftakt und führt den Benutzer analog einem virtuellen Spannungsbogen durch das Gebäude bis zur diagonal entgegengesetzten Turnhalle.

Die Klassenzimmer für die Primar- und Sekundarstufe sind auf beide Etagen verteilt und orientieren sich zur Südostseite. Die Unterrichtsräume Richtung Nordwesten dienen den Fach- und Informatikräumen. Zu den Höfen gewandt befinden sich im Obergeschoss das Lehrerzimmer und die Bibliothek.

Drei Treppenanlagen erlauben eine einfache Orientierung im Gebäude und den raschen Etagenwechsel. Der gewünschten "kulturellen Außendarstellung" der DSG entspricht die prägnante Fassade, die in ihrer Gestaltung ein Markenzeichen für die Deutsche Schule in Genf werden kann. Die nach außen verlegte Fachwerkstatik bildet zusammen mit der filigranen Glashaut ein Maximum an Transparenz.  

Eine Besonderheit des Grundstücks ist der in unmittelbarer Nähe gelegene Flughafen. Der dadurch entstehende Lärm hat einen gewichtigen Einfluss auf den Schallschutz am Gebäude. Das Belüftungs- und Lärmschutzkonzept basiert auf einer hochwertigen Isolierverglasung verbunden mit einer kontrollierten Belüftung über die Fassade. Während der Unterrichtsstunde wird über eine schallgedämmte Ansaugbox im Bereich des Storenkastens temperierte Frischluft in den Raum geleitet und von dort kontinuierlich über einen Lüftungskanal zu einer Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung weggeführt. In den Pausen können bei Bedarf einzelne Fenster zwecks Stosslüftung geöffnet werden.

Die Beheizung geschieht über Geothermie mittels einer Erdsonde-Wärmepumpenanlage und der Aktivierung von Böden und Decken. Der schweizerische MINERGIE-Label für einen sparsamen und ökologischen Energieverbrauch kann so erreicht werden.

Ein nach ergonomischen Kriterien ausgewähltes Schulmobiliar, technisch komplett ausgestattete Werk- und Naturwissenschaftsräume, Spielplätze in der Umgebung und die neuesten Unterrichtsmedien, wie Rechnervernetzung und interaktive Projektionstafeln, sind Grundlage eines modernen Schulunterrichts.

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