Raphaela Edelbauer liest aus ihrem philosophischen Roman „Die echtere Wirklichkeit“
In „Die echtere Wirklichkeit“ erzählt Raphaela Edelbauer von der Aktivistengruppe Aletheia, die für die absolute Wahrheit kämpft. Für ihre Mitglieder sind Fake News und Verschwörungstheorien die größten Bedrohungen der Gegenwart. Mit künstlerischen Interventionen versuchen sie, die Menschen zurück zur Wahrheit zu führen, wobei sie zunehmend auch zu radikalen Mitteln greifen. Die Erzählerin Byproxy mischt sich selbst ins Geschehen ein und macht so eindrücklich die Mechanismen einer postfaktischen Welt sichtbar.
Raphaela Edelbauers Roman behandelt die drängenden Fragen unserer Zeit. Er verbindet die Spannung eines Thrillers mit essayistischen Reflexionen und zeichnet präzise nach, wie sich Gewalt und Hass in einer Gesellschaft ausbreiten und nach und nach legitimiert werden. Gleichzeitig greift die Autorin philosophisch versiert auf spätmoderne Erkenntnis- und Machttheorien zurück – unter anderem von Michel Foucault und Jacques Derrida – und lotet die Grenzen von Macht, Wahrheit und Verantwortung aus.
Die in Wien geborene Autorin studierte Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien. Für ihr Werk „Entdecker. Eine Poetik“ wurde sie 2017 mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt sie unter anderem den Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2018, den Theodor-Körner-Preis 2019, 2020 den Förderpreis der Doppelfeld-Stiftung und ihr Roman DAVE wurde 2021 mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet.
Das Gespräch und die Lesung finden im Rahmen einer Reihe deutschsprachiger Abendveranstaltungen statt, die jährlich von der Société Genevoise d’Études allemandes in Genf organisiert werden.
Die Veranstaltung wird vom Österreichischen Kulturforum Bern unterstützt, sowie von Österreicher Vereine Schweiz – Österreich-Gesellschaft Genf, Société Genevoise d’Etudes Allemandes et la DSG.







