27. November: Prof. Wennmann gelang es mit einem eindrucksvollen Einstiegsreferat die gegenwärtige Situation Genfs als Hub darzustellen – Infrastruktur, Meinungsfreiheit, breite Repräsentation von Staaten und anderen Akteuren sind einzigartig in der Welt.
Die aktuelle Aufgabe bestünde aber, insbesondere durch den Politikwandel in den USA, in der Stärkung eines regulierenden Multilateralismus, der sich auf die Aushandlung und Verwaltung von Normen, Standards und Abkommen konzentriert. (Digitale Governance). Interessant ist sein Plädoyer für den Esprit de Genève, aktives Mitmachen in der Politikgestaltung, und die klare Positionierung, dass wir uns nicht in den Zeiten des erodierenden Völkerbundes im Jahre 1930 befinden.
Besonders beeindruckten die interessanten Fragestellungen der Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 und v.a. 12, die doch ein tieferes Politikverständnis offenbarten, möglicherweise hat Prof. Wennmann hier unbewusst künftige Studenten für seine Fakultät gewonnen. Ein sehr interessanter Abend mit vielen Denkanstößen und neuen Perspektiven. Eine Fortsetzung folgt, denn kommende Referent*innen werden aus erster Hand von ihren Erfahrungen aus UN-Gremien und NGOs berichten.
Referent: Professor Achim Wennmann ist Direktor für strategische Partnerschaften des Geneva Graduate Institute, wo er den Nagulendran-Lehrstuhl für Friedensmediation innehat. Außerdem ist er Herausgeber des Geneva Policy Outlook und Mitbegründer zahlreicher Initiativen, wie zum Beispiel die Geneva Peace Week, die Peace Talks Initiative, und die Peace Dividend Initiative. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im strategischen Management komplexer Projekte in den Bereichen Forschung, Politik und Praxis und war in zahlreichen Beratungsfunktionen für internationale Organisationen, Unternehmen, Stiftungen und Regierungen tätig.
Politikabend an der DSG, – eine Tradition!















