„Präsentieren – nicht verbeugen!“
Der Einfachheit halber heißen sie beide Christian, die zwei Männer vom „Cirkus ZappZarap“. Christian Rundt und Christian Meier sind eigens aus Leverkusen angereist, um unseren sieben „Teamern“ die Finessen der Zirkuswelt näherzubringen. Einen ganzen Tag lang haben die beiden Zirkusfachleute – drei Männer und vier Frauen instruiert – damit diese vom 10. bis zum 14. August die Kinder anleiten können, die am Zirkussprachcamp der DSG teilnehmen werden.
Der Bann war schnell gebrochen. „Ausladen!“, hieß es zu Beginn des Workshops. Zig silberne Kisten, blaue Leitern, Reifen und ein Zirkusteppich wurden in die Sporthalle des Campus-Süd getragen. Kaum, dass der Teppich ausgerollt war, ging es auch schon los. Schuhe aus, Socken aus, alleine um bei der Akrobatik ein besseres Gefühl zu haben. Nach anfänglicher Scheu ist die Gruppe sich schnell nähergekommen. Was wichtig ist, um einander Sicherheit zu geben. Besonders bei den Menschenfiguren die „kleine Waage“ heißen, „große Waage“, „Fantasiebild“ und „Netz“. Die sieben TeilnehmerInnen, darunter drei DSGler, zeigten sich begeistert darüber, wie schnell eine einfache – aber sehr gut aussehende – Figur entsteht.
Wenig später erklang es wieder: „Hopp!“ Der Befehl zur Bewegung. „Hopp und ab sind ganz wichtig in der Zirkuswelt“, erklärt der eine Christian. Der andere fügt hinzu: „Damit eine Einheit entsteht.“ Zirkus nämlich, wird erklärt, ist kein Erfolg eines Einzelnen. „Wir sind alle eine große Familie“, erklärt Christian Meier und lacht, wie so oft an diesem sonnigen Morgen.
Schlag auf Schlag geht es weiter: Akrobatik, Jonglage, Tücher, Bälle, Seile, Pois, Clownerie und das Spiel mit dem Feuer. Letzteres lebt davon, dass die Zirkusnummer möglichst synchron durchgeführt wird.
Ist eine Übung geschafft, wird sich präsentiert – nicht verbeugt. „Wir Zirkusleute sind sehr stolz“, betont Christian Meier, der selbst lange in der Manege zu Hause war. „Wir verbeugen uns nicht, wir machen uns nicht klein.“ Die Art der Präsentation hat eine Geschichte. Die allerdings, wird hier noch nicht verraten.
Und schon geht‘s weiter: „Beim Aufbau sagt ihr hepp, beim Abbau ab und im schlimmsten Fall au.“ sagt Meier und verzieht sein Gesicht. Lange gedauert hat es nicht, bis die Hepps und Abs verinnerlicht waren und auch das Präsentieren schlich sich leise und wie von selbst ein. Die sieben „Teamer“ gehören jetzt zur großen Zirkusfamilie und stolz darauf sind sie mit Sicherheit auch.
Neugierig geworden? Möchtet ihr auch zur Zirkuswelt gehören? Dann meldet Euch an. Noch sind ein paar wenige Plätze frei: Wann? Vom 10. bis zum 14. August täglich von 8.00 bis 17.30Uhr. Am Sonnabend, 15. August, findet um 10 Uhr eine große Aufführung im Zirkuszelt vor der DSG statt. Seid dabei wenn es heißt: „Manege frei!“







