Deutsch

Patenschaftsprogramm


Was ist das?

Die DSG hat im Gegensatz zu innerdeutschen Schulen eine sehr hohe Fluktuation. Ca. 30% der Schüler ziehen im Laufe eines Schuljahres weg oder kommen neu dazu.

Jeder hier weiß, welche Belastung ein solcher Umzug für die gesamte Familie ist: Neben der Eingewöhnung in den neuen Arbeitsplatz und dem Stress des Kisten-Packens, der Wohnungssuche, des Möbelrückens und Neu-Einrichtens und aller anderen widrigen Formalitäten wünscht man sich natürlich, dass es den Kindern möglichst schnell gut gehen soll an der neuen Schule, dass sie rasch Freunde finden, integriert werden und mit der neuen Sprache, dem anderen Stoff, den fremden Bräuchen und neuen Bezugspersonen so bald wie möglich zurechtkommen. Um dabei zu helfen, kontaktiert eine Familie aus der zukünftigen Klasse bereits so früh wie möglich die Neuankömmlinge.

Ein kurzes Telefongespräch, eine E-Mail: Können wir helfen? Haben Sie Fragen? hat oft ein immenses Gefühl der Erleichterung zur Folge. Viele Sorgen können schon mal genommen, Probleme geklärt werden und die Familie fühlt sich willkommen. Die Kinder treten ebenso in Kontakt und die Nervosität vor dem ersten Schultag ist nur noch halb so groß, wenn man weiß: da ist jemand, mit dem habe ich schon gechattet, das Gesicht kenne ich schon und über den Klassenlehrer haben wir auch schon geredet… (Es hat schon den Fall gegeben, dass die Familie dann doch nicht gekommen ist, die Jugendlichen  aber weiter über das Internet regen Austausch gepflegt haben…).

Selbst Familien, die z.B. aus Genf kommen und das Kind aus Sprachgründen in die DSG schicken, sind dankbar für diese Möglichkeit, denn das deutsche Schulsystem ist erst mal rätselhaft. („Was? Die Schulbücher werden nicht verteilt? Wie können wir uns die denn besorgen?“…)


Wie funktioniert es?

Sobald das Sekretariat eine Aufnahmebestätigung an die Familie sendet, erhält auch der Elternbeiratsvorsitz die Kontaktdaten. In der zukünftigen Klasse wird eine Familie gesucht, die evtl. nahe am (zukünftigen) Wohnort lebt oder deren Kind optimaler Weise ebenfalls ein Mädchen/Junge ist. Diese Familie nimmt dann den Kontakt auf. Wer dies einmal erfahren hat, ist gerne bereit, im nächsten Jahr selbst Pate zu werden.

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