Deutsch

Pädagogische Leitideen und Aktivitäten

Der Bildungsauftrag des Kindergartens und der Vorschule knüpft an die Familienerziehung an. Er soll sie unterstützen und ergänzen, jedoch nicht ersetzen.

Grundlage des Bildungsauftrags ist der Qualitätsrahmen für Kindergarten und Vorschule an (Deutschen) Schulen im Ausland von 2012.

Im Mittelpunkt unserer alltäglichen Arbeit steht das Kind in seiner Individualität. In einem respektvollen Miteinander begleiten wir das Kind in seiner Entwicklung. Vor dem multikulturellen Hintergrund in Genf beziehen wir unterschiedliche Kulturen und Sprachen in unseren Alltag ein und fördern tolerantes und respektvolles Handeln. Wir motivieren die Kinder, eigenständige Erfahrungen zu machen, damit sie ihre ureigenen Kräfte und Möglichkeiten entwickeln können.


Grundsätze - Inhalte - Methoden

Der Schwerpunkt der Arbeit im Elementarbereich liegt darin, das Kind sowohl in seiner eigenen Persönlichkeit als auch als soziales Wesen anzusprechen. In der Interaktion mit anderen Kindern ist es uns wichtig, dass die Kinder aus den Konsequenzen ihres Handelns voneinander und miteinander lernen. Wir unterstützen die Kinder auf dem Weg zu gewaltfreien Konfliktlösungen.

Die Kinder werden zum sorgfältigen Umgang mit Menschen, Tieren, Natur und Material angeregt.
Vielfältige und abwechslungsreiche Angebote unterstützen die Entwicklung der Kinder auf kognitiver, emotionaler, physischer und sozialer Ebene dabei genauso wie rhythmische Strukturen im Tagesablauf.

Hauptanliegen in Kindergarten und Vorschule ist eine umfassende Entwicklungsbegleitung und Förderung der kindlichen Persönlichkeit. Dazu gehören:

  • Förderung der Bereitschaft und Fähigkeit zur Kommunikation, und Interaktion mit anderen
  • Erweiterung der Ausdrucksmöglichkeiten und der sozialen Kompetenz
  • Aufgreifen und Förderung der kindlichen Kreativität im musischen und künstlerischen Bereich
  • Erarbeiten und Einhalten notwendiger Regeln und Normen
  • Förderung der logischen Denkfähigkeit
  • Förderung der sprachlichen Kompetenz
  • Kenntnisse über die Umwelt und das Umfeld, in denen wir leben
  • Vermittlung praktischer Fähigkeiten und gesundheitlicher Bildung
  • Förderung der Grob- und Feinmotorik

Spielen

Das Spiel ist die elementarste Ausdrucksform des Kindes. In ihm erreichen Kinder alle Fähig- und Fertigkeiten, die sie im späteren Leben brauchen. Ein spielendes Kind ist immer auch ein lernendes.

Das Freispiel ist ein zentrales Element im Tagesablauf. Dort kann das Kind seine Phantasie und Kreativität ausleben. Es kann Konflikte austragen, Freundschaften schließen  und Selbstvertrauen aufbauen.

Während der Freispielzeit beobachten und dokumentieren wir die kindliche Entwicklung. Werden Auffälligkeiten und Defizite erkannt, versuchen wir, im Dialog mit den Eltern, durch gezielte Hilfestellung das Kind in seiner Entwicklung zu unterstützen.


Sprechen

Sprache, Sprechen und Verstehen ist eine der Schlüsselkompetenzen und Voraussetzung für einen erfolgreichen Bildungsweg.

Die Umgangssprache an der DSG ist Deutsch. Französisch als Landessprache nimmt einen hohen Stellenwert ein. Vor dem Hintergrund überwiegend mehrsprachiger Kinder liegt ein Hauptaugenmerk auf dem Erwerb der deutschen Sprache. Mehrsprachige Kinder werden zusätzlich in Kleingruppen in Deutsch gefördert. Die deutschsprachigen Kinder werden spielerisch an die Landessprache herangeführt. Die Inhalte der Sprachförderung orientieren sich an der Erfahrungswelt der Kinder. Nur wo es gelingt, die natürliche Motivation der Kinder aufzugreifen und ihr Interesse zu wecken, stellt sich ein nachhaltiger Lernerfolg ein.


Verstehen – Begreifen – Erfahren

Wir greifen das Interesse der Kinder auf, Erklärungen und Wissen über die Natur zu sammeln. Durch eigenständiges Handeln unterstützen wir sie darin, die Umwelt zu erforschen. Experimentell gestützt erschließen sie sich logische Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten.

Den Kindern den Raum und die Zeit zu geben, zu beobachten, Fragen zu stellen, zu vergleichen, zu konstruieren und zu beschreiben, hilft ihnen, wichtige Informationen über seine Umwelt zu erfahren.

Die Kinder lernen Muster und geometrische Grundformen kennen. Sie lernen verschiedene Ordnungssysteme kennen, und der spielerische Umgang mit Mengen ermöglicht ihnen, erste mathematische Zusammenhänge zu erkennen.


Kreatives Gestalten

Wir ermöglichen den Kindern den Umgang mit verschiedensten Materialien und Techniken. Dabei arbeiten wir prozessorientiert. Jedes Kind arbeitet nach seinen Fähigkeiten. Unterstützend vermitteln wir den sicheren Gebrauch von Werkzeugen und Malutensilien und fördern die Feinmotorik. Regelmäßige Kunstprojekte erlauben es den Kindern, intensiv und mit allen Sinnen die Welt der Kunst zu erfahren. Die entstandenen Werke werden in Mappen gesammelt, ausgestellt oder können mit nach Hause genommen werden.


Musizieren

Bei jeder Begegnung mit Musik sind Kinder zum Hinhören herausgefordert. In der musikalischen  Früherziehung geht es darum, unterschiedlichen Zugang zur Musik zu finden. Die Kinder entwickeln dabei ihre Fähigkeit im auditiven, kognitiven und emotionalen Bereich weiter. Darüber hinaus fördert die musikalische Erziehung die Konzentrationsfähigkeit. Unterstützt durch das Orff-Instrumentarium können Kinder ganzheitliche musikalische Erfahrungen sammeln, u.a. in Rhythmus oder Klanggeschichten. In der Verbindung mit Bewegung entfalten die Kinder ihre körperlichen Ausdrucksmöglichkeiten durch Gestik und Mimik.


Kochen

Während des Kochens geben wir den Kindern einen Einblick in die Welt der Ernährung. Sie haben die Möglichkeit, unterschiedliche Nahrungsmittel und deren Zubereitung kennenzulernen. Wir legen Wert auf eine entspannte, ruhige Atmosphäre bei Tisch und regen die Kinder an, unterschiedlichste Lebensmittel zu probieren. Beim Kochen berücksichtigen wir ihren multikulturellen Hintergrund.


Bewegung

Ausgehend vom natürlichen Bewegungsdrang und der Bewegungsfreude eines Kindes ist Sport ein wichtiger Baustein kindlicher Entwicklung. Koordination, Ausdauer und Leistungsbereitschaft werden dabei genauso gefördert wie die sozialen Fähigkeiten. Im Rahmen des Sports ist es für das einzelne Kind wichtig, sich in die Gesamtgruppe einzuordnen, Regeln zu erkennen und einzuhalten. Grundlegend für den Sport ist es, an die Leistungsbereitschaft der Kinder zu appellieren und die Widerstandskraft des Kindes zu fördern. Dabei wird der individuelle Entwicklungs- und Leistungsstand berücksichtigt und jedem Kind Erfolgserlebnisse vermittelt.


Methodenkompetenz

Kompetenzorientiertes wie eigenverantwortliches Spielen, Lernen und Handeln sind die Grundlagen der Arbeitsformen im Elementarbereich. Gestützt durch das Erlernen von Regeln und Ritualen werden die Kinder an unterschiedliche Methoden herangeführt. In Gruppenarbeit, Partnerarbeit aber auch Einzelarbeit lernen die Kinder handlungsorientiert und mit allen Sinnen. Dazu gehören Erfahrungen im Umgang mit dem Riechen, Schmecken, Hören, Sehen und Fühlen. Mit Hilfe seiner Sinne lernt das Kind sich selbst und seine Umwelt kennen. Die Sinne ermöglichen ihm eine Differenzierung zwischen dem Ich und dem Nicht-Ich.

Die Kinder haben die Möglichkeit, individuelle Wege zu erproben und werden zur Eigenreflexion ermutigt.

Wir fördern den kindlichen Forschungsdrang, die Experimentierfreude und Eigeninitiative. So erworbene tägliche Erfahrungen fördern das Selbstvertrauen. Auf diese Weise entwickeln Kinder Kompetenzen und Wissen, über das sie frei verfügen können. Die ganze Lebendigkeit des späteren Lernens hängt von solchen positiven Lernerfahrungen ab.

In enger Zusammenarbeit mit der Grundschule werden die Kinder an die Anforderungen der Schule herangeführt. Die Lerninhalte ergeben sich aus der Erfahrungswelt der Kinder und ihren Interessen. Prozess-, handlungs- und projektorientiertes Lernen steht gegenüber memorierendem Wissen im Vordergrund.

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